Ad Narragoniam

Musik aus dem Narrenschiff
So 28.04.24 17:45 Intro 18:15 Konzert

Barfüsserkirche
Historisches Museum Basel

R

uderlos treibt ein Schiff voller Narren auf dem Titelblatt von Sebastian Brants «Narrenschiff», gedruckt zu Basel im Jahre 1494. Darüber prangt der Schlachtruf der Insassen: «Ad Narragoniam» («Auf ins Narrenland»)!  Zur gleichen Zeit entstanden im studentischen Umfeld Basels Liedersammlungen mit den größten Hits der Zeit um 1500, wie das Liederbuch des Johannes Heer von Glarus und das Liederbuch des Ambrosius Kettenacker.

Die Musiker:innen von ReRenaissance lassen die närrische Welt des Sebastian Brant mit Liedern und Instrumentalstücken aus diesen Sammlungen musikalisch auferstehen und natürlich erklingen dabei der von Brant getadelte Dudelsack ebenso wie die gepriesene Laute und Harfe zu Liedern, die Brant gebilligt haben dürfte – aber auch zu halbseidenen Gesänge, die z. B. beim «nächtlichen Hofieren» gesungen worden sind.

Zwei Tipps für Basel
Wer gerne am Konzert auch mitsingt, ist eingeladen, sich in der Einführung um 17:45 im Workshop «Gaudeamus» zum Mitsingen  und/oder mit dem Mitsing-Video einzustimmen.
Interessant zur Vorbereitung ist sicher auch dieser  Narrenschiff Stadtrundgang durch Basel, der anlässlich des 500. Todestages am 10. Mai 2021 installiert wurde.

Korneel Van Neste – Gesang
Grace Newcombe – Gesang, Harfe, Orgel
Silke Gwendolyn Schulze – Douçaine, Einhandflöte & Trommel, Doppelflöte, Dudelsack (siehe auch Interview)
Tabea Schwartz – Grossgeige, Einhandflöte & Trommel, Blockflöte
Marc Lewon – Laute, Grossgeige, Gesang; Leitung

Julian Anatol Schneider – Rezitation

Einführung durch Prof. Marc Lewon 17:45–18:00 in der Barfüsserkirche und Workshop «Gaudeamus» zum Mitsingen

Mitsingvideo hier

Basel Stadtrundgang zu Brant

Link zur deutschen Fassung von «Das Narrenschiff», Basel 1494

Detail Titelblatt zum «Narrenschiff» von Sebastian Brant, Basel 1494

Video

Mitsingvideo Gaudeamus

Übungsvideo von Grace Newcombe: Das Publikum hat Gelegenheit, am Konzert «Ad Narragoniam», 28.4. 2024, in die Antiphon «Gaudeamus omnes in Domino» mit einzustimmen. https://www.rerenaissance.ch/events/28-04-24/ad-narragoniam/

«Glickhaftig» – Aus dem musikalischen Leben Felix Platters

Musik und Tagebucheinträge des Basler Stadtarztes aus dem 16. Jahrhundert. Liveaufnahme aus dem Konzert Dez 2023. Liedtexte auf Englisch.

Ein Blick auf «FRÖLICH WESEN»

Vlog von Marc Lewon Januar  2020 oder Juni 2020: Zur Videopremiere Januar 2021 «Frölich Wesen»

Video Konzert Frölich Wesen

Audioaufnahme durch SRF. Videoaufzeichnung: Plots-art.com

Interview

Silke Gwendolyn Schulze, die international bekannte Spezialistin für Blasinstrumente des Mittelalters sowie der Renaissance, antwortet auf Fragen von Dr. Thomas Christ. 

Silke Gwendolyn Schulze © Susanna Drescher

Thomas Christ: Liebe Silke, wie fandest du den Weg von der Kinderblockflöte in die Welt der Schalmeien? Oder wie kommt man von Lörrach via Bremen nach Basel an die Mittelalterabteilung der Schola?

Silke Gwendolyn Schulze: Ursprünglich war da meine flötende Mutter, die mir zum 5. Geburtstag einfach eine Blockflöte schenkte – es war also keine freie Entscheidung ;). Dann war da mein Dickkopf, der, bis auf ein bisschen Klavier, nie überzeugt werden konnte, doch endlich mal ein «richtiges» Instrument zu lernen, weil die Blockflöte schliesslich am schönsten klingt! Dazu gesellte sich die Lust auf die grosse weite Welt und die fixe Idee, den Rest meines Lebens mit Vivaldi-Blockflötenkonzerten verbringen zu wollen.

Aber dann kam ich während meines Blockflötenstudiums in Bremen mit der Ars subtilior in Kontakt und hörte das erste Mal etwas von Einhandflöte und Trommel. Mir wurde ein Tenordulzian in die Hand gedrückt, auf dem ich nach etwa einem Jahr endlich mal eine halbwegs passable Melodie spielen konnte. Fasziniert von ungewohnten Klängen und ungewöhnlichen Instrumenten kam dann schliesslich die Erkenntnis, dass man an der Mittelalterabteilung der Schola nicht vorbeikommt, wenn man richtig ins Mittelalter eintauchen will.

TC: Die Knochenflöten aus der Steinzeit gelten als die ältesten Musikinstrumente der Menschheit überhaupt, die Blockflöte scheint das beliebteste Blasinstrument des Mittelalters zu sein. Kann dein Instrument als erster Versuch in der Musikgeschichte einer Klangbegleitung der Stimme bezeichnet werden? Oder waren es eher die ersten Instrumente, die die Stimme ersetzen sollten?

SGS: Das fände ich als Blockflötistin natürlich super, aber ob die Blockflöte wirklich das beliebteste Blasinstrument des Mittelalters war, ist sehr fraglich; vielleicht war es eher die Schalmei oder die Trompete, bzw. Einhandflöte und Trommel? Auch das Verhältnis von Stimme und Instrument hat sich über die Jahrtausende der Musikgeschichte sicherlich immer wieder verändert, so wie auch die Instrumente und deren Bauweise. Auf vielen mittelalterlichen Abbildungen von Blasinstrumenten ist nicht genau zu erkennen, ob es sich um ein Flöteninstrument (mit einer flexiblen Anzahl Grifflöcher), ein Schalmei-Instrument, oder doch eher um ein trompeten- oder hornähnliches Instrument handelt.

Ich denke, wir sehen dies mit «zu modernen Augen», mit unserem Wunsch, kategorisieren und verstehen zu wollen, anstatt uns auf verschiedene Klangmöglichkeiten einzulassen.

TC: Da die meisten deiner Blasinstrumente den Schritt in die jüngere Neuzeit nicht geschafft haben und uns erst seit wenigen Jahrzehnten durch Nachbildungen bekannt sind, interessiert mich der Umgang mit den Quellen. Haben weniger die Baupläne aus dem Mittelalter und der Renaissance, sondern vielmehr die Entdeckung der frühen Blasinstrumente auf den Gemälden jener Zeit viel zur Forschungsgeschichte beigetragen?

 SGS: Da die Quellenlage aus dem Mittelalter bezüglich genauer Baupläne sehr überschaubar ist, ziehen wir gerne Abbildungen hinzu; in welchem Kontext und mit welchen anderen Instrumenten wurde musiziert, welche verschiedenen Bauweisen scheint es gegeben zu haben? Hier muss man jedoch genau und vorsichtig interpretieren, nicht immer sind es realistische Darstellungen von musikalischen Momenten, die tatsächlich so stattgefunden haben, sondern allegorische Darstellungen oder Aufzählungen.

Wenn man genauer hinschaut, haben es aber doch die meisten meiner Instrumente in die Gegenwart geschafft. In verschiedenen Regionen Spaniens, Kataloniens und Frankreichs ist «Einhandflöte und Trommel» immer noch präsent; die Schalmei ist aus der valencianischen Kultur nicht wegzudenken, und auf Mallorca ist das Duo «Dudelsack mit Einhandflöte und Trommel» seit dem Mittelalter eine feste musikalische Grösse – um nur einige Beispiele zu nennen. Die Musik mag sich über die Jahrhunderte teilweise geändert, die Instrumente sich weiterentwickelt haben, aber die Funktion ist seit dem Mittelalter meist die gleiche geblieben.

TC: Im Jahre 2017 entstand dein CD-Projekt «‘The Medieval Piper»; vielleicht erzählst du uns etwas über das Repertoire jener Pfeifer. Wie gestaltete sich der Austausch mit der damaligen Volksmusik? Oder welche Brücken lassen sich heute zur traditionellen Musik bilden?

SGS: Man weiss von zahlreichen Abbildungen und Erwähnungen aus dem Mittelalter, dass es eine breite Vielfalt an Blasinstrumenten gab, man kennt verschiedene Einsatzmöglichkeiten und in etwa das Repertoire. Doch die Frage, was genau auf diesen Instrumenten technisch spielbar ist, bzw. was man als heutiger «moderner mittelalterlicher Pfeifer» spielen kann, das war meine Beschäftigung im Rahmen dieser Aufnahme. So entstand dieses vom Repertoire her bunt gemischte Programm mit Musik des 12.–14. Jahrhunderts, verwoben mit der Idee, dass ein mittelalterlicher Pfeifer mit unzähligen Melodien und einem Bündel Instrumente im Gepäck durch die Lande zog, auf andere Spielleute aus aller Herren Länder traf und seine Lieder präsentierte. Im Gegenzug schnappte er neue Melodien auf, welche er in sein Repertoire aufnahm und für seine Zwecke arrangierte.

Und auch hier denke ich, dass wir mit «zu modernen Augen» die damalige Musikwelt verstehen wollen: Die damalige Volksmusik (falls man diese überhaupt so klar abgrenzen kann) war sicherlich viel mehr ins Musikleben verwoben als heute, wo sie in der klassischen Musikwelt leider immer noch streng abgegrenzt wird; die Instrumente und Musiker:innen überschnitten sich teilweise sogar.

TC: Das Forum für Frühe Musik in Basel hat das reiche Musikleben vor 1600 im Fokus und kennt natürlich die fulminante Marktentwicklung der Barockmusik der letzten Jahrzehnte. Wie beurteilst du die Marktchancen der Frühen Musik, also des Mittelalters und der Renaissance, die heute bei vielen Zuhörer:innen ein Nischendasein fristet? In Basel werden wir gerade Zeuge einer wachsenden Neugier.

SGS: Ich finde Nischen fantastisch! Dort kann man sich, fernab vom Getöse der Marktriesen, wirklich in die Musik vertiefen, suchen, entdecken, experimentieren … Ich finde es viel spannender, in dieser Nische zu bleiben und stattdessen dem Publikum den Zugang zu verraten, es also mitzunehmen auf einen kleinen verschlungenen Pfad, der zu einem von der Masse unentdeckten Aussichtspunkt führt, der einen erstaunen lässt.

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Kolumne

Ich bin dabei!
David Fallows
Übersetzung: Marc Lewon

«Viel hab’ ich bereist die Gold’nen Reiche.» (John Keats)

Seit etwa sechzig Jahren lese ich mich mit Leidenschaft durch die Literatur des fünfzehnten Jahrhunderts, habe dabei aber Sebastian Brants Narrenschiff nie aufgeschlagen. Natürlich wusste ich von diesem Druck, und mir wurde nun deutlich, dass es in der Tat an der Zeit war, einmal dort hineinzuschauen. Glücklicherweise besitzt meine Frau das 1913 angefertigte prächtige Faksimile der Erstausgabe (Basel, 1494).

Und ich habe mich schon auf der ersten Seite in das Buch verliebt – nicht so sehr wegen der geistreichen Texte, sondern weil jedes Minikapitel durch einen Holzschnitt eingeleitet wird und alle Seiten mit prächtigen Zierrändern versehen sind, was für das Jahr 1494 eine ziemliche Leistung darstellt.

Die Poesie besteht aus «Knittelversen» (die den englischen Leser seltsamerweise an die Rupert Bear-Geschichten im Daily Express erinnern werden), in denen Brant sich über jegliches Übel in der Welt beklagt. Und wir werden Gelegenheit bekommen, seine Verse zu hören, denn der Schauspieler Julian Schneider wird eine Auswahl davon vortragen; so können wir uns selbst ein Urteil bilden.

Dazwischen werden die Musiker:innen eine breite Palette von Musik der gleichen Zeit aus Schweizer Quellen bieten. Es verspricht, ein farbenfrohes Konzertprogramm zu werden.

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Programm

(kursiv = instrumental)

1. Gaudeamus omnes in Domino – gregorianische Antiphon zum Introitus
2. Gaudeamus omnes in Domino – Alexander Agricola (?1445/6–1506), Segovia, Archivo Capitular de la Catedral, Ms. s. s. («Segovia Codex»), fol. 200r

VORRED.
Sebastian Brant (1457–1521): Das Narrenschiff (Basel: Johann Bergmann von Olpe, 11. Februar 1494), fol. A2r–A4r

3. Der Benzenauer-Ton – Dresden, Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek, M. 53 (c1550), fol. 160r–163r: «Ein lied vnd vermanung an die Lantzknechte, Das sie der armen Christenheyt vnd jhrem lieben vaterlande bey stehen, vnd die vorrether vnd verherer desselben straffen wollten. jn des Pentzenawers Thon zu singen.»

GEBRACHT IN DER KIRCHEN.
Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Kap. 44, fol. G6v–G7r

4. Jn disser zeit vnd ellends tag – anonymes Unicum; Mainz: Peter Schöffer, 1517 («Schöffer Liederbuch»), Lied Nr. 1, Discantus: fol. A1v–A3r, Altus: fol. A1v–A3r, Bassus: fol. A1v–A3r, Tenor-Neukomposition: Marc Lewon

VON BUOLSCHAFFT.
Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Kap. 13, fol. C1v–C3r

5. Ain frewlich wesen ··· in re – Otmar Nachtgall (1478/80–1537); Berlin Staatsbibliothek–Preussischer Kulturbesitz, Mus. ms. 40026 («Leonhard Klebers Claviertabulatur»), fol. 28v–29r

6. On freud verzer ich mengen tag – Sankt Gallen, Stiftsbibliothek, Cod. Sang. 462 («Liederbuch des Johannes Heer von Glarus»), Lied Nr. 23, fol. 22v–23r

7. Est y conclus par ung arrest d’amours – Basel, Universitätsbibliothek, F IX 56 («Lautentabulatur des Bonifacius Amerbach», 1525–1525), fol. 1v–2r, Discantus und vierstimmiger Satz aus:      Basel, Universitätsbibliothek, F IX 32–35 (Stimmbücher aus dem Besitz von Basilius Amerbach, 1546), Lied Nr. 22 («Des künigs lied Est il conclud»), Dicantus (F IX 32): fol. 14v; Tenor (F IX 33): fol. 23r; Altus (F IX 34): fol. 15r; Bassus (F IX 35): fol. 15r

VON NACHTES HOFEYREN.
Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Kap. 62, fol. K4v–K5r

8. Ach guoter gsell von wannen her / Ich traw keim alten stechzeug mer – Basel, Universitätsbibliothek, F IX 63 («Liederbuch des Arnt von Aich», gedruckt in Köln: Arnt von Aich, 1519), Lied Nr. 57 (Discantus: S. 34; Altus: S. 77; Bassus: S. 75; Tenor: S. 59) und Nr. 33 (Discantus: S. 25; Altus: S. 59; Bassus: S. 61; Tenor: S. 34)

VON NYT UND HAß.
Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Kap. 53, fol. I1v–I2r

9. Hie schenckt Neithart wein und ließ pinen under die pauren: Wiß gotwilkumen, maien schein – Neidhart (c1180–c1240 & Epigonen, 14. Jh.); Melodie: Berlin, Staatsbibliothek – Preußischer Kulturbesitz, mgf 779 (Berliner Neidhart-Handschrift (c), Nürnberg? c1470), Lied Nr. 11: «Neithart im vas», fol. 141r; Text: Augsburger Neidhart-Fuchs-Druck (z), Augsburg: Johann Schaur, c1495, Lied Nr. 6, S. 21–25

VON UNGEDULT DER STRAF.
Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Kap. 54, fol. I2v–I3r

10. Cecus non judicat de coloribus – Alexander Agricola; Liederbuch des Johannes Heer von Glarus, fol. 62v–63
11. Ich spring an disem ringe – anonymes Tanzlied; Berlin, Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz Mus. 40613 («Lochamer-Liederbuch», c1455), S. 41

VON DANTZEN.
Sebastian Brant: Das Narrenschiff, Kap. 61, fol. K3v–K4r

12. Pavane est il conclud/ La pavane precendete plus diminuee – Adrian Le Roy: Premier livre de tabulature de luth, Paris: Adrian le Roy & Robert Ballard 1551, fol. 24r–25v

13. Dantzmoss Benczenauher (Tanzmaß Benzenauer) – Hans Buchner (1483–1538); Orgeltabulatur des Bonifacius Amerbach, fol. 72v–74r

14. [Tanz ohne Titel] – Augsburg, Staats- und Stadtbibliothek, MS 2° 142a («Augsburger Liederbuch»), fol. 19v
15. La monina – Augsburger Liederbuch, fol. 20v

END DES NARRENSCHIFFS.
Sebastian Brant: Das Narrenschiff, fol. V4v

16. Nun ist es doch kein Reuter – Tanzlied von Hans Taiglin; Wolfenbüttel, Herzog August Bibliothek, Cod. Guelf. 292 (?Basel, c1525), Altus-Stimmbuch; Satz ergänzt aus: Georg Forster: Der ander theyl kurtzweiliger guter frischer Teutscher Liedlein zu singen vast lustig, Nürnberg 1540, Lied Nr. 11

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