Hans Memling, 1483–1494, Königliches Museum Antwerpen

Wurzeln | Warum | Wo | Wann

S

eit Mitte des letzten Jahrhunderts spielt Basel in der Wiederentdeckung der Barockmusik international eine Vorreiterrolle. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit entwickelt sich in Basel jetzt eine weltweit führende Szene für Musik der Renaissance.  ReRenaissance bildet für diese Szene eine Plattform und setzt damit einen wichtigen Baustein im Fundament zur «Musikstadt Basel».

Die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts wird allmonatlich wieder erfahrbar und erlebt eine Art ReRenaissance. Getragen wird  das Projekt von Musiker:innen, die wegen ihrer Renaissanceexpertise renommiert sind, dank der Ausstrahlung der Schola Cantorum nach Basel kamen, meist international unterwegs sind und es geniessen, auch in ihrer Wohnregion selbst auftreten zu können.

In einem weiteren Schritt wagt ReRenaissance 2022 mit dem Dezemberprogramm «Noël normand»  erstmals den Schritt in andere Schweizer Städte.

Mehr als 70 professionelle Musiker*innen präsentieren in eigens zusammengestellten Ensembles unter wechselnder musikalischer Leitung neue Programme Früher Musik.

Unter  den Händen dieser Experten erwachen Instrumente zu neuem Leben, die von Abbildungen dieser Zeit oft schon vertraut erscheinen, darunter Gamben, frühe Violinen, Rebec, Fidel, Laute,  Schlagwerk, Travers- und Blockflöten, Zink, Schalmei, Posaune, frühe Tasteninstrumente – und natürlich Gesang.

Jeden letzten Sonntag im Monat, erlebt mit Basels junger Konzertreihe die Musik der Renaissance eine Art «Wiedergeburt».  Die einstündigen, innovativen Programme finden in der Barfüsserkirche des Historischen Museums Basel statt, im Knotenpunkt der Altstadt, jeweils um 18.15 Uhr.

Von 17:30–17.50 gibt es, wenn immer möglich, eine Einführung zum Thema durch eine Fachperson direkt in der Barfüsserkirche.

2022

I

m Jahr 2022
befindet sich ReRenaissance in der dritten Saison.

Das Repertoire bildet einerseits die internationale Vielfalt der Klangwelt des 15. und 16. Jahrhunderts ab. Italienische und spanische Motetten, französische Chansons, polnische Psalmen und vieles mehr spiegeln die Internationalität der Klangwelt der Renaissance wider.

Anderseits ist es erklärtes Ziel von ReRenaissance, regionale Musikschätze in ihrem Kontext zu präsentieren. Der Bezug zu Basel wird zweifach beleuchtet: Ein Wandelkonzert mit Basler Lautenmusik im Oktober gibt Einblick in das private Musikleben im Basel der Renaissance, und im Frühjahr wurde die Taufe einer Grossgeige gefeiert, die in Basel 1511 das erste Mal erwähnt und eigens für die Konzertreihe rekonstruiert wird.

Jeweils ein Konzert ist dem Opus des ersten Musikdruckers gewidmet, wieder gibt es ein Mitsingprojekt und
ein Tanzkonzert.

Die bestehende Zusammenarbeit mit dem Papiermuseum und dem Historischen Museum wird im Jahr 2022 durch eine Kooperation mit der Schola Cantorum Basiliensis bereichert (Konzerte Januar und November).

Vorstand

ReRenaissance – Forum Frühe Musik

Das Projekt wird getragen vom als gemeinnützig anerkannten Verein ReRenaissance mit Sitz in Basel.

Aktiver Vorstand: Elizabeth Rumsey, Dr. Grace Newcombe, Prof. Dr. Marc Lewon, Tabea Schwartz, Elisabeth Stähelin, Dr. Thomas Christ, Dr. Werner Baumann.

Beirat: Anne Smith, Christina Hess, Prof. Dr. Martin Kirnbauer, Prof. Dr. Dr. h.c. David Fallows

Geschäftsführung: Didier Samson

Mitarbeit Website: Melissa Chen, Theresa von Bibra

Grafik: Lian Stähelin

Social Media: Viviane Caragea

Konzertteam: Liza Sommers

Und viele andere Helfer:innen

Didier Samson, Grace Newcombe, Elisabeth Stähelin, Elizabeth Rumsey, Thomas Christ, Marc Lewon Foto: Ute Schendel