Venedig 1535
Mit Hilfe des neuen Mediums Druck veröffentlicht Silvestro Ganassi ein detailliertes Buch über das Spielen der Blockflöte.
1542
Nach dem Erfolg des ersten Buches bringt Ganassi eine Anleitung für die Viola d’arco heraus, ein Instrument, das so neu ist, dass sich die Geigenbauer zu diesem Zeitpunkt noch nicht mal auf eine einheitliche Form einigen konnten. In dieser Regola Rubertina und ihrer Fortsetzung Lettione Seconda zeigt er angehenden Viola d’arco-Spielern alles, was sie wissen müssen: von der richtigen Haltung des Instruments über das Stimmen der Saiten und Bünde bis hin zu den Instrumenten, die ein Consort bilden, oder wie man Polyphonie arrangiert oder einen Ricercar komponiert.
Basel 2026
Violen verbinden sich mit Lauten und Flöten für Musik der Meister Josquin, Willaert, Verdelot und anderen.
Sven Schwannberger – Traversflöte, Blockflöte, Laute
Ryosuke Sakamoto – Viola d’arco, Laute
Leonardo Bortolotto – Viola d’arco
Elizabeth Rumsey – Viola d’arco; Leitung
Eintritt frei – Kollekte
Sa 25. April 2026, 18:15 Uhr
*Nehmen Sie vor dem Konzert an einer ReRenaissance-Wanderung in der Region Reigoldswil teil! Für weitere Informationen schreiben Sie an info@rerenaissance.ch
Kirche Reigoldswil, Chilchägerten 14, 4418 Reigoldswil
So 26. April 2026, 18:15 Uhr
Barfüsserkirche, Historisches Museum Basel
Ich bin dabei!
David Fallows
Übersetzung: Marc Lewon
Die frühesten Hinweise auf Ensembles aus frühen Gamben (Viola d’arco) finden sich in Berichten über die dritte (und letzte) Hochzeit der berühmt-berüchtigten Lucrezia Borgia, als sie 1501 Alfonso d’Este heiratete. Anscheinend gab es dabei ein Ensemble aus sechs Viole d’arco, in dem Alfonso höchstpersönlich mitspielte. Woher man 1501 auf sechsstimmige Instrumentalmusik zugreifen konnte, weiß niemand. In den Berichten gibt es keinen Hinweis darauf, welche Musik sie spielten. Soweit die schriftlichen Aufzeichnungen reichen, gab es zu dieser Zeit höchstens vier Kompositionen für sechs Stimmen, drei davon Agnus-Dei-Sätze aus Josquin-Messen, die vierte ein bizarres Arrangement über John Bedynghams Lied, das unter dem Titel O rosa bellabekannt ist.
Aber wir wissen etwas mehr darüber aus Ganassis Regula rubertina von 1542 (vierzig Jahre später), die Details zur Stimmung und zum Spiel von Gamben in verschiedenen Größen enthält. Das Konzert umfasst Beispiele polyphoner Ensemblemusik aus den verloren gegangenen vierzig Jahren dazwischen. Das ist Musik, die man so gut wie nie zu hören bekommt. Es wird ein ganz besonderes Ereignis.
Sa Stadtkirche Liestal
So Barfüsserkirche Basel
Sa Klosterkirche Dornach
So Barfüsserkirche, Basel
Sa Nydeggkirche, Bern
So Barfüsserkirche, HMB
Kirche Reigoldswil &
Barfüsserkirche, Basel
Martinskirche
Basel
Barfüsserkirche
Historisches Museum Basel