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ReRenaissance

Jeden letzten Sonntag im Monat
eine Stunde Renaissancemusik 

aus/in der Barfüsserkirche, 

Historisches Museum Basel

25. April 2021 
Offener Livestream 17:15 (& 19:15) CET (& evtl. Publikum vor Ort)

Pren de bon cuer


Chansons für Traversflötenconsort

aus den Drucken von Pierre Attaingnant (1533)

Im Gepäck des Schweizer Theologen, Pädagogen und Lexikographen Johannes Fries gelangt 1536 eine kleine Kostbarkeit aus Paris nach Basel: eine Grifftabelle für die Traversflöte, persönlich von ihm notiert. Vielleicht hatte er das Instrument in Paris erlernt, vielleicht beherrschte er es aber auch schon vor seiner Reise nach Frankreich und hatte es bereits in seiner Schweizer Heimat gespielt. Auf jeden Fall aber muss er die Drucke des Parisers Pierre Attaignant gekannt haben, denn als Liebhaber und Kenner kann ihm nicht entgangen sein, dass Attaingnant seine Chansonsammlung von 1533 explizit für Block- und Querflöten vorgesehen hatte. Der delikate und ausdrucksstarke Klang des Traversoconsorts und die melancholischen Chansons seiner Zeitgenossen scheinen auf Fries einen bleibenden Eindruck hinterlassen und ihn noch weit über seine Frankreichreise hinaus begleitet zu haben..

 

Johanna Bartz – Traversflöte; Leitung

Mara Winter & Tommaso Simonetta & Francesca Grilletto – Traversflöten

Rui Stähelin – Laute, Gesang | Marc Lewon – Organisation

Oren Kirschenbaum – Livestreaming

Die Basler Papiermühle, das Papiermuseum Basel, zeigt in seiner Dauerausstellung bis Ende April Basler Musikdruck des frühen 16. Jahrhunderts aus dem Bestand der Universitätsbibliothek Basel.


Folgende Notendrucke sind zu sehen:

Graduale Romanum (Wenssler, 1488): Einer der frühsten Notendrucke. Farbig mit Schmuckinitialen.


Virdung, Musica getutscht (Furter, 1511): Fragment mit hauptsächlich Lautentabulaturen.


Obrecht, Concentus harmonici (Mewes, 1507): Doppeltypendruck und somit einer der frühsten Drucke, der nördlich der Alpen im von Petrucci angewendeten Verfahren hergestellt wurde.   

28. März 2021 Livestream (nachzuhören bis 25. April 19:15) 

Odhecaton


 «Einhundert Lieder», die die Welt veränderten.

Sommer 1501: Während Basel gerade als elfter Kanton der Eidgenossenschaft beitritt, hat in Venedig bereits ein neues musikalisches Zeitalter begonnen. Unter dem Titel «Harmonice Musices Odhecaton», übersetzt «Einhundert Lieder harmonischer Musik», veröffentlicht Ottaviano Petrucci eine Sammlung mehrstimmiger Vokal- und Instrumentalmusik. Damit beginnt eine heimliche Revolution, denn Petrucci verwendet für sein Erstlingswerk eine neue Art des Notendrucks mit beweglichen Lettern. Fortan bestimmen neben Manuskripten also auch die leichter vervielfältigbaren Drucke die Überlieferungsgeschichte der Musik. Grund genug, eine Auswahl jener knapp einhundert «Lieder» von so bekannten Komponisten wie Josquin, Ockeghem und Obrecht zu präsentieren – Musik, die dank ihrer Zugänglichkeit zu den Hits ihrer Epoche zählt.

Tabea Schwartz – Blockflöte, Viola d'arco; Leitung

Doron Schleifer – Gesang

Ryosuke Sakamoto – Laute und Viola d'arco

Elizabeth Rumsey – Viola d'arco

 Artikel von Simon Bordier Baz 25. März 2021 
https://www.bazonline.ch/musik-zum-hoeren-und-pressen-294838362370

ReRenaissance


Der Name ist Programm:  Durch Basels jüngste Konzertreihe erlebt die Musik der Renaissance dieser Tage eine Art «Wiedergeburt». Seit Mitte des letzten Jahrhunderts spielt Basel in der Wiederentdeckung der Barockmusik international eine Vorreiterrolle. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit entwickelt sich in Basel eine weltweit führende Szene für die Musik der Renaissance. Mit den ReRenaissance-Konzerten gibt der gleichnamige Verein dieser einmaligen Szene eine Plattform und setzt damit einen wichtigen Baustein im Fundament zur «Musikstadt Basel».

Zink, Schalmei, Rebec, Clavisimbalum? Wenn sich die Programmankündigung liest wie die Beschreibung eines historischen Gemäldes, ist das typisch für ReRenaissance. Die rund 45 Musiker*innen, die im Laufe eines Jahres für die Reihe konzertieren, beherrschen diese aussergewöhnlichen Instrumente und erzählen in ihrem Gesang Geschichten in Sprachen alter Zeiten. Sie machen die Musik des 15. und 16. Jahrhunderts, die in Manuskripten und Drucken überliefert ist, wiedererfahrbar. Die alte Notation muss häufig durch Rekonstruktion und Improvisation ergänzt werden. So entsteht ein inspiriertes Spannungsfeld aus Alt und Neu.
Jeden letzten Sonntag im Monat, 17:15 & 19:15

2021: Wir bauen unser Online-Angebot mit begleitenden Angeboten wie Videoblogs und Livestreams weiter aus! Hoffentlich aber auch bald wieder mit Publikum!

2021: Wieder erhalten Sie viele überraschende Einblicke in die Musik von 1400–1600 mit durchwegs neu entwickelten und speziell recherchierten Programmen.

2021: ReRenaissance würdigt den einflussreichen Komponisten Josquin Desprez (ca. 1459–1521) durch die Aufführung eines  seiner Werke in jedem der zwölf Konzerte.

 

Veranstaltungsreihe des Vereins ReRenaissance

Konzeption, musikalische Leitung und Durchführung:

Tabea Schwartz, Elizabeth Rumsey und Marc Lewon.

Entwicklung und Administration: Elisabeth Stähelin

Der Verein ReRenaissance ist als gemeinnützig anerkannt. Spenden können in der Schweiz von den Steuern abgezogen werden.

Kollekte/Spende gerne mit  diesem Einzahlungsschein
oder online-banking auf das Konto bei Postfinance
ReRenaissance
Andreas Heusler-Str. 28, 4052 Basel
IBAN: CH41 0900 0000 1539 1212 1
Bic/Swift  POFICHBEXXX

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gibt es die einfache Lösung eines Dauerauftrages; ReRenaissance spielt jeden Monat.

Gerne senden wir Ihnen auch Einzahlungsscheine per Post zu. Bitte melden an hello@rerenaissance.ch